Aktuelles · 11. Dezember 2025 · Standorte
Windisch plant ein digitales Infoboard vor dem Gemeindehaus
Vor dem Gemeindehaus Windisch soll der klassische Anschlagkasten einem digitalen Infoboard weichen. Für die Gemeinde entstehen dabei weder Anschaffungs- noch Betriebskosten.

In Windisch soll der klassische Anschlagkasten vor dem Gemeindehaus einem digitalen Infoboard weichen. Das entsprechende Baugesuch lag bis zum 29. Dezember 2025 bei der Abteilung Planung und Bau öffentlich auf. Betrieben wird das Display von der Infoboard Schweiz AG mit Hauptsitz in Gossau SG.
Was auf dem Display läuft
Das Infoboard bündelt, was bisher auf Papier und über verschiedene Kanäle verteilt war: eine Ortskarte, die Abfahrtszeiten des öffentlichen Verkehrs in der Umgebung, aktuelle Wetterdaten und tagesaktuelle Meldungen. Auch der Webauftritt der Gemeinde und die Mitteilungen der lokalen Vereine lassen sich direkt am Bildschirm abrufen.
Die Gemeindeverwaltung bewirtschaftet ihre Inhalte selbst und kann eigene Informationen jederzeit veröffentlichen – ohne Drucken, ohne Aushängen.
Warum sich die Gemeinde dafür entschieden hat
Als Hauptgründe nennt Windisch die Stärkung des bestehenden Webauftritts, den schnellen und unkomplizierten Zugang zu Informationen direkt vor Ort sowie eine zusätzliche Plattform, auf der das lokale Gewerbe seine Produkte und Dienstleistungen zeigen kann. Ansprechen soll das Infoboard ausdrücklich die gesamte Bevölkerung – besonders jene Personen, die ohnehin regelmässig am Gemeindehaus vorbeikommen.
Vereine gratis, Betriebe im Branchenregister
Lokale Vereine reichen ihre Anlässe und Mitteilungen kostenlos über ein offizielles Formular ein. Betriebe aus der Region können ein Werbefeld für eine gewünschte Laufzeit buchen und erhalten einen eigenen Zugang, über den sie ihren Auftritt laufend aktualisieren. Politische Werbung ist vollständig ausgeschlossen; zulässig sind ausschliesslich Inhalte mit lokalem Bezug.
Für die Gemeinde kostenneutral
Windisch trägt weder Anschaffungs- noch Betriebskosten. Finanziert wird das Infoboard vollständig über regionale Werbeflächen. Die Investition liegt beim Betreiber und bewegt sich im fünfstelligen Bereich. Für die Platzierungsmöglichkeit erhält die Gemeinde zudem eine Entschädigung.
Der Standort direkt vor dem Gemeindehaus wurde bewusst gewählt: Er garantiert eine hohe Passantenfrequenz. Ein Passantenzähler wird die Frequenzen im Umfeld künftig erfassen. Erhobene Nutzungsdaten – etwa wie häufig das Infoboard bedient oder wie oft einzelne Werbeinhalte eingeblendet werden – sind anonymisiert und dienen ausschliesslich Auswertungszwecken.
Wie es weitergeht
Bis das Infoboard in Betrieb geht, dauert es noch etwas. Nach der Baubewilligung folgt eine rund dreimonatige Phase für technische Planung, Produktion und Installationsvorbereitung. Erst danach wird das Gerät montiert und für die Bevölkerung freigeschaltet.
Quelle: Aargauer Zeitung, Regionalausgabe Brugg vom 11. Dezember 2025, Beitrag von Fiora Schmucki. Beitragsbild: Symbolbild eines Infoboards vor einem Gemeindehaus – nicht der geplante Standort in Windisch.


